Ziele der Initiative
Die Jenaplan-Initiative Bayern verfolgt als
wesentliches Ziel, mithilfe des Jenaplans als umfassendem Schulkonzept sowohl
die Erziehungs- als auch (damit verknüpft) die Unterrichtspraxis primär an den
bayerischen Schulen zu verbessern. Dazu werden die grundlegenden Positionen des
Jenaplans (Peter Petersen) als Orientierung verwendet. Diese sollen jedoch
ständig geprüft und aktualisiert werden. Eine weitere Orientierung liefern die
20 Niederländischen Jenaplan-Basisprinzipien, die seit mehr als 20 Jahren als
Grundlage der Arbeit an den Jenaplan-Schulen in den Niederlanden akzeptiert
werden:

- Schaffung erzieherisch signifikanter Umgebungen statt
Erziehungs- und Lerndrill: Es gibt keine dummen Kinder, es sei
denn Schule
schafft welche
- Stammgruppen statt Jahrgangsklassen: Natürliche
Erziehung
Wochenarbeitsplan statt „Fetzenstundenplan“ (Petersen):
Das Kind denkt und lernt nicht in Fächern. Es sei denn, es muss.
Betonung der Basisaktivitäten Gespräch, Spiel, Arbeit und
Feier: Natürliche Lernformen wiederentdecken.
Forschend-entdeckendes, handlungsorientiertes Lernen, zumeist
in fächerintegrierenden Projekten: Den Sinn und die Freude am Lernen
entdecken.
Individuelle, umfassende Leistungsbewertung statt
Ziffernnoten und Testeritis. Leistung soll Mut zur Leistung
machen.
Schule als Lebensraum für alle Beteiligten: Alle an einem
Strang:
Schüler, (Groß)Eltern/Erziehungsberechtigte, Lehrer, Schulleiter und andere
wichtige Personen.Schulleben in der Schulgemeinde
