Ein aktuelles schulpolitisches Thema, auch in Bayern. Schulpädagogisch diskutieren wir Integration/Inklusion schon sehr lange, eine Grundsatzdiskussion seitdem es Schule gibt....
Wir äußern uns hier zur aktuellen Diskussion mit drei Beiträgen:
Einer
brandaktuellen Petition (5/2009) des Forums Bildungspolitik an den
Bayerischen Landtag zur Inklusion, der über die bekannten
pädagogischen Positionen hinaus für uns weitere wichtige
Akzente setzt (z.B. für die Lehrerausbildung).
Die JPI
Bayern ist fast seit ihrem Bestehen Mitglied des „Forums
Bildungspolitik in Bayern“ (www.forum-bildungspolitik.de),
einem Zusammenschluss verschiedener Vereinigungen und Verbände
(Elternverbände, Landesverband bayerischer Schulpsychologen,
BLLV, GEW, Deutscher Kinderschutzbund, christlich orientierte
Vereine, Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen, Montessori
Landesverband, Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen,
Grundschulverband, u.v.a.m.). mit zur Zeit 36 Mitgliedern, der
„einer weiteren Zersplitterung des bildungspolitischen und
pädagogischen Engagements entgegen“ wirken will (Forum
Bildungspolitik in Bayern, 2001, S. 3).
Diese Petition wollen wir als Jenaplaninitiative Bayern noch weiter ergänzen und forcieren, indem wir z. B. Stammgruppenpädagogik, rhythmische Wochenplanarbeit (mit Förderkursen, auch im Nachmittagsbereich), eine individuell orientierte Leistungsförderung (ohne Noten), eine stärkere „Integration“ der Eltern förderbedürftiger Kinder etc. hinzufügen. Diese pädagogischen Prinzipien werden seit vielen Jahren an Jenaplanschulen global und erfolgreich realisiert. Ausgeführt und fundiert wird unser schulpädagogischer (und damit auch schulpolitischer) Anspruch in einem Beitrag von Oskar Seitz „Inklusion und Jenaplan“ (2005).
Wir wollen auch kurz den Altmeister der Jenaplan-Pädagogik zu Wort kommen lassen: Peter Petersen bereits 1927 zur Notwendigkeit und pädagogischen Selbstverständlichkeit der Inklusion.
Unser Beitrag zur aktuellen Debatte, die wir begrüßen und stützen! Aber nicht, ohne uns entschieden einzubringen! Dabei geht es nicht um die Propagierung eines Privatschulgedankens, sondern um die Idee einer pädagogisch begründeten Reform der öffentlichen Schule.
Oskar Seitz